Bockkäfer-Behandlung

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Holzbehandlung gegen den Bockkäfer: Nutzen und Schritte

Der Bockkäfer, mit zoologischem Namen Hylotrupes bajulus (der das Holz durchbohrt), ist ein Insekt mit holzfressenden Larven. Er gehört der Familie der Cerambycidae der Ordnung Coleoptera an. Seine Larve ernährt sich besonders gerne von harzigem Holz, insbesondere wenn es schon bearbeitet ist (das heißt, ohne Rinde und verarbeitet), und entwickelt sich gut in den Holzbaumaterialien von Wohngebäuden. Die Anwendung eines geeigneten Mittels gegen den Bockkäfer sorgt daher bei den in Inneneinrichtung und Gebäudestruktur verwendeten Hölzern für einen besseren Schutz vor den holzfressenden Bockkäferlarven.

 

Larvenentwicklung des Bockkäfers in Holzmaterialien

Nach dem Schlüpfen ernähren sich die Larven des Bockkäfers im Holz von Zellulose, was Schäden verursacht, die dazu führen können, dass das befallene Holzteil seine mechanische Stabilität verliert. Im Fall von Dachgebälk beispielsweise, ist es nicht auszuschließen, dass das Dach einstürzt.

Eine Bockkäferlarve misst am Ende ihrer Entwicklung 3-22 mm. Das Larvenstadium des Bockkäfers dauert im Schnitt 3 Jahre. Je nach Exposition des Holzes, in dem sie sich aufhält (Feuchtigkeit und Umgebungstemperatur) und seiner Zusammensetzung (Nährwert) kann es bis zu 10 Jahre andauern. Im Schnitt legt sie im Holz 8 bis 10 mm pro Tag zurück.
Die Anwesenheit von Bockkäfern im Larvenstadium lässt sich anhand von Holzmehl in Form kleiner Zylinder feststellen und manchmal anhand ovaler Löcher von 8 à 10 mm in der Oberfläche des Holzes. Manchmal ist auch ein nagendes Geräusch hörbar.
Am Ende seines Larvenstadiums verwandelt sich der Bockkäfer in eine Nymphe, und verlässt dann im vollendeten Zustand das Holz durch eine Öffnung. Dann ist er also fortpflanzungsfähig und kann neue Larven in das Holz legen. Seine Lebensdauer als vollendetes Insekt beträgt nur etwa 20 Tage.

Die Behandlung von Holz gegen Bockkäferlarven

Die Holzbehandlung gegen Bockkäferlarven erfolgt durch eine oberflächliche Anwendung und bei fortgeschrittenem Befall durch Injektion.
Durch oberflächliche Anwendung des Mittels kann in dem Holzstück eine wirkungsvolle Barriere geschaffen werden, die nach der Ablage die Larven daran hindert, sich zu entwickeln. Der Bockkäfer gelangt von außen an das Material und legt seine Larven in Löcher und Kerben an der Holzoberfläche.

Die Injektion des Mittels wird durchgeführt, wenn Holzteile von Larven des Bockkäfers befallen sind. Sobald das Mittel sich im Holz befindet, entfaltet es auf die Larve eine insektizide Wirkung. Es ist ratsam, auch die verschiedenen tragenden Bestandteile der Holzkonstruktion (Dachstuhl, Möbel, usw.) mit Injektionen zu behandeln. Da die Larven sich im Schutz des Holzes entwickeln, ist es nicht immer möglich, ihre Anwesenheit in allen Holzteilen zu erkennen.

Die Anwendung eines Holzschutzmittels gegen den Bockkäfer durch einen dafür zugelassenen Fachmann gewährleistet für die behandelten Holzbaumaterialien einen angemessenen Schutz vor den holzfressenden Bockkäferlarven für mindestens 10 Jahre.